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Marie und Elias sind die Sieger 2016

Sophie und Alexander landeten auf Platz zwei der beliebtesten Vornamen

Wiesbaden. Marie und Elias sind 2016 die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Deutschland gewesen. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Mittwoch in Wiesbaden nach Auswertung der Daten von 650 Standesämtern mitgeteilt. Marie und Elias haben Sophie und Maximilian als Spitzenreiter abgelöst.

Bei den Mädchen folgten Sophie oder Sofie 2016 mit knappem Abstand auf Platz zwei vor Sophia und Sofia auf Rang drei. Die folgenden Plätze belegten Maria, Emma, Emilia, Mia, Anna, Hannah/Hanna und Johanna. Bei den Jungennamen wurde Alexander am zweithäufigsten vergeben, es folgen Maximilian, Paul, Leon, Louis oder Luis, Ben, Jonas, Noah sowie Luca oder Luka.

Die Auswertung ergab, dass Marie nach sechs Jahren auf dem zweiten Platz im vorigen Jahr wieder zum beliebtesten weiblichen Vornamen wurde. Bei den männlichen Vornamen schaffte es Elias erstmals auf die Spitzenposition, 2016 hatte er noch auf Platz drei gelegen. Insgesamt zeigt sich bei der Namensvergabe aber eine große Beständigkeit. Weder bei den Mädchen noch den Jungen gab es diesmal Neuzugänge unter den zehn am häufigsten gewählten Vornamen. Lediglich die Reihenfolge hat sich geändert.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache, die seit 1977 Listen der am häufigsten vergebenen Vornamen in Deutschland veröffentlicht, stellte auch eine Rangliste der fünf beliebtesten Jungen- und Mädchennamen in den letzten 40 Jahren zusammen. Auch dabei errang Marie Platz eins, bei Jungen liegen Christian und Maximilian gemeinsam vorn. Es folgen bei den Mädchen Sophie/Sofie, Maria und Stephanie vor Lisa und Katharina. Bei den Jungen gelangten Alexander auf den zweiten sowie Daniel und Philipp zusammen auf den dritten Platz vor Leon und Lukas/Lucas.

Auch 2016 wünschten sich Eltern immer wieder ungewöhnliche Namen. Die Standesämter gaben grünes Licht für Fips, Kuddel oder Twain. »Eltern wollen ihren Kindern nichts Böses«, sagt GfdS-Mitarbeiterin Frauke Rüdebusch. Aber vielen sei nicht richtig bewusst, dass die Kinder auch als Erwachsene mit diesem Namen leben müssten. In ihren Gutachten lehnt die Gesellschaft immer wieder Namen ab, so 2016 Shaggy, Urmel, Ferrari oder Bandito. In der überwiegenden Zahl der Fälle folgten die Standesämter dem Urteil der Sprachforscher, sagt Ewels.

Prof. Jürgen Udolph vom Zentrum für Namensforschung in Leipzig sieht manchen Namen »nahe an der Kindesmisshandlung«. Denn es drohten schlimme Hänseleien. »Wenn ein Kind mit solch einem bescheuerten Namen in die Schule kommt, ist das nicht immer lustig«, warnt er. Agenturen/nd

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