Das Kind frisst seine Revolution

»Crisis in Six Scenes«: Wie sehenswert ist die erste Serie von Woody Allen?

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eigentlich ist dieser Text eine Mogelpackung. Streng genommen dürfte er gar nicht in dieser Reihe erscheinen. Dass er es doch tut, liegt am Marketinggeschick der Produzenten, vor allem aber an der künstlerischen Bedeutung des Regisseurs jener Flimmervorführungsproduktion, die hier vorzustellen ist. 2015 teilte Woody Allen in Cannes der versammelten Presse mit, Amazon habe ihm ein Angebot unterbreitet, das er nicht ablehnen konnte. Er, der sein Leben lang fast nur Filme gedreht hatte, sollte mal etwas ganz anderes machen. Sofort kam die Werbemaschinerie in Gang: »Crisis in Six Scenes«, die erste Serie des Woody Allen. Mit dieser Nachricht hatte Amazon einen Coup gelandet. Und der Konzern gewährte Allen jede Unabhängigkeit. Bei dem Namen würde schon Brauchbares herausspringen, mag man sich da gedacht haben. Prominenz schien fürs Geschäft wichtiger als Qualität.

Über die aber ist dringend zu reden. Das beginnt schon beim Genre. Denn ...

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