Konrad-Adenauer-Platz in Potsdam eingeweiht

Potsdam. Eine Kreuzung an der Rosa-Luxemburg-Straße in Potsdam trägt seit Mittwoch den Namen des Bundeskanzlers und CDU-Politikers Konrad Adenauer (1876-1967). Damit werde an einen »herausragenden Politiker« erinnert, erklärte die Stadtverwaltung. Adenauer hatte von Mai 1934 bis April 1935 im Haus Nummer 20 gelebt, nachdem ihn die Nazis aus dem Amt des Kölner Oberbürgermeisters entfernt hatten. Adenauer leistete zwar keinen Widerstand, war aber Gegner und Opfer des Faschismus. 1934 und 1944 wurde er verhaftet. In seiner Zeit als Kanzler konnten aber frühere Nazis wieder in hohe Funktionen des Staates aufsteigen. Angesichts neuer Erkenntnisse, wonach Adenauer Oppositionspolitiker bespitzeln ließ, hatte der Stadtverordnete Sascha Krämer (LINKE) gefordert, die Namensgebung zu überprüfen. nd

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