Banditen und Rebellen

Am Anfang wurden sie von den Faschisten noch als »banditi« und »ribelli« verspottet. Als im Juli 1943 die Alliierten in Sizilien landeten und im September der Waffenstillstand von Cassibile ausgerufen wurde, änderte sich jedoch die Situation. Zehntausende Männer und Frauen fanden nach Jahren der Diktatur nun den Mut, sich in der antifaschistischen Resistenza gegen den italienischen Faschismus und die brutale Besatzung durch die deutschen Nationalsozialisten zur Wehr zu setzen. Die jungen Partisanen kämpften gleichzeitig auch für den Frieden und in vielen Fällen für eine sozial gerechtere Welt. Die Ausstellung »Banditi e ribelli« der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem italienischen Geschichtsinstitut Istoreco möchte aber nicht unkritisch den Mythen folgen, die sich um die Resistenza ranken. Auf über 120 Fotos und chronologisch aufgebauten Texten untersucht der Historikers Santo Peli die Entwicklung der Widerstandsbewegung zwischen 1943 und 1945. Eines seiner Ziele ist es dabei, auch die Schwächen und Fehleinschätzungen der Partisanen zu beleuchten. Am 4. Mai gibt es eine Veranstaltung zum Thema »Frauen im italienischen Widerstand« mit der Historikerin Nadja Bennewitz. nd

Foto: Rosa-Luxemburg-Stiftung

Ausstellung: Bis 11.05. / »Frauen im italienischen Widerstand«: 4.5., 20 Uhr, Erdgeschoss Franz-Mehring-Platz 1, Friedrichshain.

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