Wem gehört die USPD?

Vor hundert Jahren wurde, mitten im Ersten Weltkrieg, die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands als Abspaltung von der SPD gegründet. Die neue Partei verfolgte einen konsequent antimilitaristischen Kurs und engagierte sich für einen Friedensschluss ohne Annexionen und Kontributionen. Ihren Kampf gegen das Völkerschlachten verbanden deren Gründungsväter und -Mütter mit der sozialen Frage und der Suche nach einem dritten Weg zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus. Eine Illusion oder realistische Alternative? Und welches Erbe hinterließ die wenige Jahre später verschwindende Partei im politischen Spektrum Deutschlands? Gehört sie zu den Quellen der Linkspartei oder steht sie der Sozialdemokratie näher? Diese und weitere Fragen werden zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe der Linkspartei »Nachdenken über Geschichte« debattiert. Nach einer Präsentation seltener historischer Bilder (Felix Lederle) streiten auf dem Podium am Freitag, den 21. April (18 Uhr), im Karl-Liebknecht-Haus die Professoren Peter Brandt, Helga Grebing, Mario Kessler und Anni Seidl, die Mitglieder der Historischen Kommission der SPD respektive der LINKEN sind (Moderation: Karlen Vesper). nd

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