Uwe Kalbe 22.04.2017 / Politik

Doppelt unpässlich

CDU-Politiker verlangen von Türken ein Bekenntnis zu Deutschland, das sie doch nur als Türken ablegen können

Die gegenwärtige Diskussion über den Doppelpass hat eigentlich mit dem Referendum in der Türkei am vergangenen Wochenende nichts zu tun. Dennoch beruft sie sich auf dieses - mit der unverhohlenen Botschaft, schlecht integrierte Türken, die sich mit der westlichen Demokratie nicht genug identifizierten und deshalb den deutschen Pass nicht mit letzter Überzeugung anstrebten, hätten dem Modell einer Erdoganschen Diktatur zugestimmt und ihm damit zum Sieg verholfen.

Politiker der CDU, darunter immerhin die Vizevorsitzenden Thomas Strobl und Julia Klöckner, sehen im Doppelpass eine Ursache für die vermeintlich gespaltene Loyalität ihrer Besitzer. Oder anders herum: In der Verweigerung des Doppelpasses sehen sie eine Möglichkeit, Türken in Deutschland auf Linie zu bringen. Türken auf die »richtigen« Wahlentscheidungen in der Türkei festzulegen, indem man ihnen den türkischen Pass wegnimmt, sobald sie den deutschen beantragen, klingt nic...

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