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Die Gefahr kultureller Verkrüppelung

Warum Antonio Gramsci Mehrsprachigkeit für intellektuell und emotional wichtig hielt

  • Von Sabine Kebir
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der italienische Kommunist, dessen 80. Todestag sich am 27. April jährt, hinterließ nicht nur Schriften zu Politik und Kultur, die zu den bedeutendsten Weiterentwicklungen des Marxismus im 20. Jahrhundert zählen, sondern auch wichtig bleibende sprachwissenschaftliche Aufzeichnungen. Antonio Gramsci hatte u. a. Sprachwissenschaft studiert, die Anfang des 20. Jahrhunderts ebenfalls auf eine materialistische Grundlage gestellt wurde. Dass sie den Begriff der Hegemonie für die Sprache einer ökonomisch überlegenen Region nutzte, die sich mit dem Export von Waren und Kultur in andere Regionen ausdehnte, halten einige Forscher für den Ursprung von Gramscis Begriff der kulturellen Hegemonie.

Besonders aktuell erscheinen heute dessen Betrachtungen zur Mehrsprachigkeit. In einem Brief, den er 1927 aus dem Gefängnis an seine Schwester nach Sardinien schrieb, fragte er, in welcher Sprache ihr Sohn Franco erzogen würde. »Ich hoffe, Ihr lasst i...


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