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Trainerwechsel kurz vor den Playoffs

Alba beurlaubt Trainer Caki, Geschäftsführer Baldi nimmt Spieler in die Pflicht

Der Blick in die ruhmreiche Vereins-Historie von Alba Berlin verdeutlicht die Dramatik: Erst zum dritten Mal trennte sich der achtmalige Meister in einer laufenden Spielzeit von seinem Trainer. Geschäftsführer Marco Baldi nimmt nach dem ungewöhnlichen Schritt kurz vor den Playoffs der Basketball-Bundesliga nun die Spieler in die Pflicht. »Ich erwarte keine Wunderdinge«, sagte Baldi am Tag nach der Beurlaubung von Ahmet Caki. »Was man aber als Minimum erwarten kann: Dass man sich mit maximaler Intensität den Aufgaben widmet und versucht, sich als Team zusammenzuraufen, und nicht Gründe anführt, warum alles so schwierig ist dieses Jahr.«

In den letzten beiden Spielen der Hauptrunde und den Playoffs soll der bisherige Assistent Thomas Päch für die Wende sorgen. Nach einer enttäuschenden Saison stehen die Berliner nur auf Tabellenplatz sechs, es droht ein Erstrundenduell mit dem FC Bayern oder Brose Bamberg und damit ein frühes Playoff-Aus. Ein neues Saisonziel will Baldi nicht ausgeben. »Mir ist völlig klar, dass wir nicht sagen können: Wir retten damit die Saison«, betonte er. »Wir werden versuchen, alles Mögliche noch rauszuholen.«

Der Trend zeigt in der Bundesliga dabei nach unten: 2013/14 gelang noch der Einzug ins Finale, das gegen die Münchner verloren ging. Nach starker Hauptrunde gab es in der nächsten Spielzeit das Halbfinal-Aus, vergangene Saison scheiterte Alba mit 0:3 bereits zum K.o.-Runden-Auftakt an Frankfurt. Als Nachfolger von Sasa Obradovic verpflichteten die Berliner daraufhin Caki. Doch vor allem defensiv zeigte das Team unter dem Türken bis zuletzt keine Fortschritte, auf eine Phase von zehn Siegen folgte ein Auf und Ab. »Wenn man das Gefühl hat, dass nicht mehr alle in die gleiche Richtung gehen, muss man handeln«, begründete Baldi den Wechsel.

In öffentlichen Statements deutete sich zuletzt immer wieder an, dass es auch im Verhältnis zwischen Trainer und Spielern nicht zu stimmen schien. »Der Gameplan, den Coach Machowski hatte, ging auf«, erklärte Berlins Nationalspieler Akeem Vargas nach dem peinlichen 92:100 in Bremerhaven über den gegnerischen Coach vielsagend.

Bei der Suche nach einer langfristigen Lösung auf dem Trainerposten ist das Profil laut Baldi das Gleiche wie noch bei Caki, zu Personalien will er sich aber nicht äußern. Auf dem Markt ist aktuell Denis Wucherer, der nach dieser Saison sein erfolgreich ausgeführtes Amt in Gießen aufgibt. »Das ist für Coaches, die noch ohne Aufgabe für kommende Saison sind, sehr interessant«, sagte der frühere Nationalspieler am Mittwoch über Berlin. »Alba ist ein toller Verein mit großartiger Kultur. Sie sind toll aufgestellt, arbeiten super professionell.«

Am Samstag geht es für die Berliner zunächst nach Frankfurt, zwei Tage später steht das Hauptrunden-Finale gegen Ludwigsburg an. dpa/nd

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