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Ein Präsident zum Gruseln

Donald Trumps Bilanz nach 100 Amtstagen fällt für den Milliardär desaströs aus

Berlin. 100 Tage ist Donald Trump am Sonnabend im Amt. Seit Präsident Roosevelt wird da in den USA eine erste Zwischenbilanz gezogen - und die fällt für den selbst ernannten »Macher« im Weißen Haus verheerend aus. Der Rechtspopulist, der zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen öffentlichem Interesse und eigenen Geschäften nicht unterscheiden kann, ist nach Meinung vieler US-Bürger ein Präsident zum Schämen. Keiner seiner Vorgänger erhielt zu diesem Zeitpunkt so schlechte Umfrage-Noten: Laut »Washington Post« lehnen 53 Prozent seine Politik ab. Kein Wunder, dass Trump die Tradition der ersten Bestandsaufnahme »lächerlich« nennt. Andererseits wurde im Weißen Haus alles zusammengekratzt, um es als Erfolg zu verkaufen. Heraus kam eine Liste mit 30 Dekreten und diversen Gesetzesinitiativen, zuletzt eine Steuerreform, von der niemand weiß, wie sie bezahlt werden soll.

Wichtige präsidiale Erlasse wie das Einreiseverbot für bestimmte Muslime und Flüchtlinge aber stießen auf massiven Widerstand vor Gericht und auf der Straße. Misst man Trump an seinen 28 Versprechen aus dem Wahlkampf, um »Amerika wieder großartig zu machen«, bleibt kaum etwas. Zumindest hat er jetzt im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm erstmals das Wort »Diplomatie« als Lösungsweg in den Mund genommen. Nur was wird er morgen sagen?

Die 100 Tage will Trump auf seine Art begehen: Am Freitag tritt er als Dank für die Wahlkampfhilfe bei der mächtigen Waffenlobby National Rifle Association (NRA) auf, als erster amtierender Präsident seit Ronald Reagan. Am Sonnabend lässt er sich von treuen Anhängern auf einer Großkundgebung in Pennsylvania feiern. Normalerweise ist der Präsident an diesem Abend Ehrengast beim alljährlichen Galadinner der beim Weißen Haus akkreditierten Journalisten. Sta

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