Werbung

Bleiben wir beim Sie, Herr Müller

Ellen Wesemüller über den ersten 1. Mai unter Rot-Rot-Grün

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein Bild der Demo bleibt hängen. Das Frontbanner des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) tragen die mit, die in Berlin nun das Sagen haben: Senatoren von Rot-Rot-Grün, Müller, Geisel, Breitenbach und Lederer. Dahinter ragt ein Wimpel in die Höhe: »Solidarität«. Die DGB-Vorsitzende ruft den Regierenden mit »Michael«, dieser dankt »Doro«. Als stünden sie alle auf einer Seite. Der der Arbeitenden.

Ich weiß, dass es sich beim Duzen um eine sozialdemokratische und gewerkschaftliche Tradition handelt und der wahre Gegner, auch das weiß ich, ein anderer ist: das Kapital. Doch in diesem Jahr kommen die Parteien eben nicht nur als Thronfolger der Arbeiterbewegung zum 1. Mai, sondern als politisch Handelnde und Verantwortliche.

Es ist sicher zu früh, eine Bilanz zu ziehen zum Verhältnis von Rot-Rot-Grün zur Arbeiterklasse. Klar ist, dass die Erwartungen hoch sind. Und dass sie teilweise schon enttäuscht wurden: bei den Hochschulrahmenverträgen, bei den geringen Lohnsteigerungen für Erzieher und Sozialpädagogen, bei der drohenden Auslagerung an der Zentral- und Landesbibliothek. Seinen markigen Worten muss der Regierende nun Taten folgen lassen. Bis dahin belassen wir es lieber beim Sie, Herr Müller.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Münzenbergforum
Münzenbergforum