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Neonazis greifen Polizei in Apolda an

Mehr als 100 Rechtsradikale nach nicht angemeldetem Aufmarsch zeitweise festgenommen

Jena. Nach den Ausschreitungen von Anhängern der Neonazi-Szene in Apolda stellt sich die Polizei auf langwierige Ermittlungen ein. Es könne Monate dauern, bis alle Anzeigen abgearbeitet seien, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag auf Anfrage. 103 Menschen waren am Montag vorläufig festgenommen worden. Deren Personalien wurden aufgenommen und sie im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt. Es werde wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizisten und Sachbeschädigungen ermittelt, sagte die Sprecherin. Verletzt wurde niemand. Drei Streifenwagen wurden beschädigt. Außerdem ging die Scheibe eines Versicherungsunternehmens zu Bruch.

Die Polizei schätzt, dass die Gruppe aus bis zu 150 Menschen bestand. Sie waren auf der Rückreise von Demonstrationen in Halle in Sachsen-Anhalt aus dem Zug ausgestiegen und hatten sich teils vermummt in die Innenstadt von Apolda begeben.

Die Polizei habe versucht, die Gruppe aufzuhalten, erklärte eine Sprecherin. Sie habe aber die Anweisungen der Beamten ignoriert. Die Polizisten forderten deshalb nach eigenen Angaben »massiv Verstärkung« an. Bei der Festnahme hätten mehrere Teilnehmer zum Teil massiv Widerstand geleistet. Weil einige »rechte Störer«, wie die Polizei sie bezeichnete, über die Gleise flüchten wollten, sei es auch zu Behinderungen im Bahnverkehr gekommen.

Bei den rechten Teilnehmern der nicht angemeldeten Demonstration soll es sich laut Polizei um Rechte aus Thüringen und anderen Bundesländern handeln.

In der Vergangenheit war es bei Maikundgebungen immer wieder zu Zwischenfällen gekommen. Vor zwei Jahren stürmten Neonazis eine DGB-Kundgebung in Weimar. Agenturen/nd

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