Werbung

Prozess wegen Überfalls auf 1.-Mai-Kundgebung

Angeklagte Nazis schweigen an erstem Verfahrenstag in Weimar

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Weimar. Im Prozess wegen des rechten Überfalls auf eine DGB-Maikundgebung vor zwei Jahren in Weimar haben die fünf Angeklagten geschwiegen. Die jungen Männer aus Sachsen und Hessen stehen seit Dienstag wegen gemeinschaftlicher Störung von Versammlungen und Aufzügen vor dem Weimarer Amtsgericht. Das Verfahren gegen einen sechsten Angeklagten aus dem brandenburgischen Zossen wurde abgetrennt, da der 21-Jährige nicht zum Prozessauftakt erschienen war. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt.

Etwa 40 Rechte vor allem aus Sachsen und Brandenburg hatten am 1. Mai 2015 die Kundgebung des DGB überfallen. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Die Angreifer hatten auf der Kundgebung das Mikrofon an sich gerissen und rechte Parolen skandiert.

Der stellvertretende Vorsitzende des DGB im Bezirk Hessen-Thüringen, Sandro Witt, kritisierte den späten Prozessbeginn. Es habe zu lange gedauert, bis sich die mutmaßlichen Täter verantworten müssten. Er befürchte, dass nun sowohl Angeklagte als auch Zeugen vor Gericht mit echten oder erfundenen Erinnerungslücken argumentieren könnten oder damit zu kämpfen hätten. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen