Sicherer wohnen im Wagen

In Leipzig werden Wagenbewohner zu Mietern/ Wohnform weiter in Konflikt mit Baurecht

  • Von Hendrik Lasch, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Ortsausgangsschild zeigt: Hier ist Leipzig zu Ende. Stattdessen, erklärt die gelbe Tafel, beginnt der »autonome Sektor Scherbelburg«: Wohnwagen und Lkw mit Kastenaufbau, die auf einem schmalen Areal zwischen Bahngleisen und Kleingärten geparkt sind. Vor einem Wagen werden Beete bepflanzt, vor einem anderen kreischt ein Trennschleifer; vor einem dritten lädt ein Sofa zum Blick in die Abendsonne - Idylle am Südrand der boomenden Großstadt.

Als beinahe idyllisch stellt sich seit Kurzem auch die rechtliche Situation der Wagenplätze in Leipzig dar. Anfang März beschloss der Stadtrat, die Plätze mit einheitlichen Mietverträgen auszustatten, sofern sie sich auf Flächen der Stadt befinden. Die Verträge sollen Regelungen zur Entsorgung von Abfall und Abwasser, zum Brandschutz und Heizen enthalten; auch die Meldepflicht soll festgehalten werden. Der Antrag kam ausgerechnet von der CDU. Sie galt bisher nicht als glühendste Befürworterin ...

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