Schmerzt nicht, schadet doch

Barmer-Zahnreport kritisiert die häufig zu spät einsetzende Therapie der Parodontitis

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Ist der Zahn erst einmal locker, ist es oft schon zu spät. Üblicherweise blutete das Zahnfleisch vorher schon häufiger, war manchmal auch geschwollen. Selbst wenn es eine Parodontitistherapie gab, gehen nach dieser bei etwa einem Drittel der Erkrankten innerhalb von vier Jahren Zähne verloren. Diese Zahlen gelten zumindest für 440 000 Personen jährlich. Die Barmer, eine der großen Ersatzkassen, hat sich für ihren aktuellen Zahnreport die Routinedaten von 8,5 Millionen ihrer Versicherten angeschaut, die einen Anteil von zwölf Prozent aller gesetzlich Versicherten ausmachen. Der Bericht wurde in der vergangenen Woche in Berlin vorgestellt. Er musste resümieren, dass die Parodontitistherapie offenbar häufig ihr Ziel verfehlt, weil sie zu spät einsetzt.

Die Parodontitis oder Zahnbettentzündung ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates - dazu gehören neben dem Zahnfleisch und dem Kieferknochen auch der Zahnwurzelzement sowi...

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