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Schuften für Schokolade

Die Wertschöpfungskette beim Kakao ist lang. Die Bauern im Globalen Süden stehen am Anfang - und profitieren am wenigsten

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Innerhalb der nächsten Jahre will Forest Finance jährlich bis zu 300 Tonnen Edelkakao in Panama und Peru ernten. Ein Teil der Ernte wird schon jetzt in diesen Ursprungsländern der Kakaobohne verarbeitet. So stellt eine Schokoladenfabrik, an der Forest Finance beteiligt ist, in Panama City feinste Pralinen her, unter anderem für das Luxushotel »Waldorf Astoria«. »Ein Geschäft, das garantiert ohne Kinderarbeit und Ausbeutung von Bauern steigende Gewinne erzielt«, wirbt Forest Finance aus Bonn um Anleger, die »nachhaltig« in Kakaobäume investieren. Und um Konsumenten: Die 50-Gramm-Tafel Forest-Finance-Vollmilchschokolade kostet immerhin 3,80 Euro. Plus Versand. Solche Gut-Mensch-Aktion mag man mögen. Die Probleme lösen sie nicht. Nur ein klitzekleiner Teil der weltweiten Kakaoernte besteht aus teuren Edelsorten, die höhere Erlöse in den Erzeugerländern ermöglichen.

Die Wertschöpfungskette ist wie beim Kaffee lang. Der Kakaobaum stamm...


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