Werbung

Tausende demonstrieren gegen Macron

Linkes Bündnis »Front social« hatte zu Protesten gegen befürchteten Sozialabbau unter dem neuen Präsidenten aufgerufen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Paris. Gegen den neu gewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron sind am Montag mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen. Die Teilnehmer der Kundgebung in Paris fürchten einen Sozialabbau, sollte der frühere Wirtschaftsminister seine Reformvorhaben umsetzen.

An der von einem großen Polizeiaufgebot begleiteten Demonstration beteiligten sich mehrere tausend Menschen. Die Angaben dazu gehen jedoch weit auseinander: So sprechen die Organisatoren von Teilnehmerzahlen zwischen 7.000 und 10.000, die Polizei hingegen von 1600 Protestierenden. Am Rande der Kundgebung kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, ein Teilnehmer wurde festgenommen.

Zum Protest aufgerufen hatte das linksgerichtete Bündnis »Front social« (Soziale Front). Die Demonstranten warnten Macron vor der Umsetzung seiner sozialliberalen Reformvorhaben. Auf Plakaten war zu lesen »Der Staat ist kein Unternehmen« und »Freiheit heißt nicht Verarmung«. Zudem forderten die Teilnehmer mehr Initiativen zum Umweltschutz. Der frühere Wirtschaftsminister will unter anderem das Arbeitsrecht weiter deregulieren. Deswegen hatte es im vergangenen Jahr in Frankreich bereits Massenproteste gegeben.

Zu der »Front social« gehören kleinere linke Gruppierungen, die den Kampf gegen die Arbeitsrechtsreform nicht aufgeben wollen. Die nationalen Gewerkschaftsbünde hatten sich dem Protest nicht angeschlossen.

Bereits nach dem Wahlsieg Macrons am Sonntagabend gab es in mehreren Städten Proteste. In Paris wurden neun Menschen festgenommen. Ihnen wird Gewalt gegen Polizisten und Sachbeschädigung vorgeworfen. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!