Ein Staat oder nur eine Firma?

Dschibuti: Das Land in Ostafrika leidet unter Dürre und ist dennoch Fluchtpunkt für Zehntausende

  • Von Oliver Eberhardt, Dschibuti
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Krieg und Frieden liegen nah beieinander. Auf dem Tisch im Hotelzimmer liegt das Buch Tolstois; der letzte Gast habe es wohl vergessen, sagt der Hotelbedienstete, ohne Bedauern, nachdem er einen Blick durchs Zimmer hat schweifen lassen: Der Raum ist tipptopp in Ordnung. Hinter dem Fenster: Der Swimmingpool, trotz Dürre gefüllt, die ärmlichen Viertel Dschibutis vor den sandfarbenen Fassaden der wenigen Bessergestellten, dann der Indische Ozean, auf dem Frachter, Tanker, Kriegsschiffe kreuzen. Und in der Ferne: die Küste Jemens.

Der Krieg, der Frieden, sie begegnen sich hier in Dschibuti, einem Land am Horn von Afrika, am Bab al-Mandab, der nur knapp 25 Kilometer breiten Meerenge zwischen Indischem Ozean und Rotem Meer. Es ist ein Land der Gegensätze, wie sich bereits wenig später auf dem Hotelflur zeigt, als die Putzfrau auf den Gast zutritt, ihn freundlich in fließendem Englisch um Tolstois Wälzer bittet: Es ist ihrer.

Ursprü...

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