Werbung

Ausgerechnet jetzt

Nordkorea provoziert mit neuem Raketentest

  • Von Susanne Steffen, Tokio
  • Lesedauer: 2 Min.
Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...

Noch rätseln die Experten, ob es sich bei dem vermutlich erfolgreichen Test um einen neuen Raketentyp, möglicherweise sogar um eine Interkontinentalrakete gehandelt haben könnte, welche potenziell auch das amerikanische Festland erreichen könnte.

Nach Angaben der japanischen Behörden erreichte die Rakete eine Maximalhöhe von 2000 Kilometer, was für einen neuen Raketentyp sprechen würde. Das US-Militär erklärte jedoch, dass es sich vermutlich nicht um eine Interkontinentalrakete gehandelt habe. Militärexperten gehen davon aus, dass Nordkorea mindestens zwei Interkontinentalraketen entwickelt. Bislang wurde jedoch kein Test einer solchen Rakete bestätigt. Einig sind sich die Beobachter darüber, dass der jüngste Test eindeutig zeige, dass die nordkoreanische Raketentechnologie wieder einen Schritt weiter gekommen sei. Zuletzt waren zwei Raketenstarts wenige Sekunden nach dem Abschuss fehlgeschlagen.

Dass das Regime von Machthaber Kim Jong Un die Rakete nur vier Tage nach dem Amtsantritt von Südkoreas neu gewähltem Präsident Moon Jae In getestet hat, sei ein Versuch, den ehemaligen Menschenrechtsanwalt zu testen, kommentierten südkoreanische und japanische Beobachter. Moon, der im Wahlkampf einen neuen Dialog mit dem Norden versprochen hatte, reagierte prompt. »Selbst, wenn Dialog möglich ist, müssen wir Nordkorea zeigen, dass dies nur funktioniert, wenn der Norden seine Einstellung ändert«, sagte Moon am Sonntag. Moon warnte Pjöngjang, seine Regierung werde entschieden auf Provokationen reagieren.

US-Präsident Donald Trump und Japans Premier Shinzo Abe verurteilten den Raketenstart ebenfalls und deuteten eine weitere Verschärfung der bereits bestehenden Sanktionen an. Auch China, Nordkoreas einziger großer Verbündeter, äußerte sich kritisch über den Test, forderte jedoch alle Parteien zur Zurückhaltung auf.

Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrfach über einen »großen Konflikt« mit Nordkorea spekuliert und einen Militärschlag nicht ausgeschlossen. Zuletzt hatten aber sowohl Pjöngjang als auch Washington Gesprächsbereitschaft signalisiert. Erst am Samstag hatte eine hochrangige nordkoreanische Diplomatin in Peking erklärt, Nordkorea sei »unter den richtigen Bedingungen« zu Gesprächen bereit.

Wenige Stunden nach dem Raketentest traf sich eine Gruppe südkoreanischer Parlamentsabgeordneter mit einer nordkoreanischen Wirtschaftsdelegation am Rande eines Wirtschaftsforums in Peking. Die Gruppe habe den Nordkoreanern den Unmut Südkoreas über den Raketentest in aller Schärfe übermittelt, berichtete der demokratische Abgeordnete Park Byeong Se. Er habe dennoch in dem Gespräch den Eindruck gehabt, dass Pjöngjang weiterhin Interesse an einem Dialog habe.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen