Mit Buddha und Mut etwas bewegen

In einer Klosterschule in Myanmar werden 2000 Schülern demokratische Prinzipien vermittelt

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Es gießt in Strömen. Das hält buddhistische Novizen im Teenageralter nicht davon ab, Fußball zu spielen. Oberkörper frei, dunkelrote Tücher als Lendenschurz - so jagen die sehnigen Jungmänner in der Klosterschule Phaung Daw Oo (PDO) in Mandalay durch Matsch und Pfützen dem Ball hinterher. Am Spielfeldrand schauen Novizen in klatschnassen Roben ihren kickenden Mitschülern mit Begeisterung zu.

Andere beobachten das Spiel geschützt vor dem Regen von den Fenstern des mehrstöckigen Schulgebäudes aus. Von den grauen Betonbalustraden hängen Mönchsroben zum Trocknen. Irgendwann scheint ja die Sonne wieder. In den überaus als kärglich ausgestatteten Klassenräumen wird unterrichtet. Klassische Fächer wie Lesen, Schreiben, Rechnen, aber auch Physik und Englisch stehen auf dem Lehrplan. In der Werkstatt neben dem Bolzplatz lernen junge Birmanen das Schreinerhandwerk. Die PDO ist auch eine Berufsschule, die Köche ausbildet, Schneiderinnen oder...


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