Schattenmann

Personalie

  • Von Hannes Hofbauer
  • Lesedauer: 2 Min.
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Kampf ohne Machtbekenntnis

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Stunden vor seiner Vereidigung als Vizekanzler der Republik Österreich antwortete Wolfgang Brandstetter Mittwochmorgen im ORF-Interview auf die Frage, ob er sich als Platzhalter für den neuen starken Mann der ÖVP, Sebastian Kurz, fühle, mit leiser Stimme: »Das kann man wohl so sagen.« Ambitionslos und zurückhaltend, so kennt die Öffentlichkeit den Justizminister, der nun bis zum Wahlgang am 15. Oktober den Vizekanzler macht.

Der 59-jährige Brandstetter ist habilitierter Jurist, leidenschaftlicher Sammler von Oldtimern und lebt ein beschauliches Leben im niederösterreichischen Eggenburg. Der strenggläubige Katholik, der auch im Studentenverband Norica organisiert ist, leitet seit Dezember 2013 das Justizressort, das ihm der damalige ÖVP-Chef Michael Spindelegger anbot. Selbst parteilos, pflegt Brandstetter auch freundschaftliche Kontakte zu SPÖ-Funktionären. Den späteren SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann vertrat er als Anwalt in der »Inseratenaffäre«, als diesem vorgeworfen wurde, sich mit öffentlichen Geldern indirekt die Gunst gewisser Zeitungen erkauft zu haben. Zu einer Verurteilung kam es nicht.

Aufregend wurde es im Leben des meist etwas schüchtern auftretenden Juristen, als er die Mandantschaft des von Astana wegen angeblichen Mordes gesuchten ehemaligen kasachischen Geheimdienstchefs und Schwiegersohns von Staatspräsident Nursultan Nasarbajew, Rachat Alijew, übernahm. Am Wiener Schauplatz kasachischer Innenpolitik stand der konservative Brandstetter, in dessen Haus Alijew sogar gemeldet war, dem früheren SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer gegenüber, einem wichtigen Berater Nasarbajews. Brandstetters Mandant wurde im Februar 2015 erhängt in der Zelle aufgefunden.

Politisch strahlt der Jurist Ruhe aus. Seine Rolle als Interimsvize versteht er als Vermittler zwischen sich verhärtenden Fronten der SPÖ und ÖVP, deren Regierungskoalition er ohne Chaos über die Bühne bringen will. Freimütig gestand Brandstetter auch, dass er selbst nichts zu entscheiden habe und bei Kurz nachfragen müsse.

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