Sportlich oder bequem?

Das Schicksal des Fixies

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es war nicht nur ein Fahrrad, das Fixie. Es löste einst unter der weniger modebewussten Mehrheits-Fahrradfahrergesellschaft genauso viele allergische Reaktionen aus wie die Wiederentdeckung der Röhrenjeans. Man zerriss sich das Maul über diese neue Fahrradart: »Durchaus sehr schick, aber unpraktisch. Und überhaupt so viel Geld nur für einen Rahmen, zwei Räder, Pedale, einen Lenker und eine Kette, ohne Gangschaltung, Leerlauf oder eine Bremse.«

Dem Fixiefahrer waren solche Lästereien egal, wahrscheinlich genoss er sie sogar. Der eigentliche Gebrauchswert seines Rads lag nicht in der Fortbewegung. Das Wesentliche war: Er konnte sich mit dem Fixie vom Rest der radelnden Gesellschaft abgrenzen. Er konnte erzählen, dass er die Idee, Bremsen und Gangschaltung abzumontieren, von einem guten Freund bekommen hatte, einem Fahrradkurier aus New York. Aha.

So dient das Fahrr...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.