»Alle außer uns verdienen am Kupfer«

Die Bevölkerung von Cotabambas in Peru ist sauer, dass Versprechungen bei einem Minenprojekt missachtet werden

  • Von Knut Henkel, Challhuahuacha
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Die Pick-ups mit den großen grünen Schildern sind schon von weitem zu sehen. Dicke weiße Nummern prangen auf den Tafeln, die auf den geländegängigen Fahrzeugen montiert sind, aus denen junge Männer in Sicherheitskleidung aussteigen. Es ist Mittagszeit und etliche der 1200 Mitarbeiter der Kupfererzmine Las Bambas fahren die paar Hundert Meter von dem gewaltigen Tagebau hinunter nach Challhuahuacha, um ihr Mittagessen einzunehmen.

Aus dem kleinen Ort mit fünf- bis sechstausend Einwohnern ist in den letzten zehn Jahren eine Kreisstadt mit rund dreißigtausend Bewohnern geworden, von denen viele von der Mine leben, sagt Carlos Henrry Vásquez. »Die kommunale Infrastruktur hat mit dem Wachstum der Stadt nicht mithalten können. Abwasser geht direkt in den Fluss, die Straßen sind bei Regen schnell unpassierbar, denn hier gibt es im Umkreis von hundert Kilometern keine geteerte Straße. Auch bei Bildung und der Gesundheitsversorgung hinken d...


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