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Sieben Prozent arbeiten »auf Abruf«

Forscher über hohen Anteil überrascht: »Dann kann man ja im Prinzip sein Leben nicht mehr planen«

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Berlin. Wissenschaftler sind überrascht, wie viele Menschen in Deutschland »auf Abruf« arbeiten. Betroffen seien sieben Prozent der Beschäftigten, sagte Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin anlässlich einer Fachtagung der rheinland-pfälzischen Landesregierung zum Thema Flexibilisierung der Arbeit in Ludwigshafen. »Das ist schon ein sehr hoher Anteil«, ergänzte er. »Ich hätte mir da kein Prozent gewünscht.« Nimmt man die offizielle Zahl von rund 39 Millionen abhängig Beschäftigten, sind das rund 2,7 Millionen Menschen. Auch die Anzahl der Überstunden sei »relativ hoch«. Etwa ein Viertel der auf Abruf Beschäftigten erfahre von dem Einsatz sogar erst am selben Tag; ein weiteres Viertel werde am Tag davor informiert. »Das, finde ich, ist ein ganz hohes Prekariat«, sagte Brenscheidt, der am Arbeitszeitreport Deutschland 2016 mitgeschrieben hat. »Dann kann man ja im Prinzip sein Leben nicht mehr planen.« Außerdem sehe das Teilzeitbefristungsgesetz für solche Einsätze eine Ankündigungsfrist von vier Tagen vor. Ein Arbeitgeber, der dagegen verstoße, begehe eine Ordnungswidrigkeit. dpa/nd

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