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Der weibliche Blickwinkel

Der Titel von Tahmineh Milanis Film »Die verborgene Hälfte« trifft auch heute noch auf die Perspektiven vieler iranischer Frauen zu. Männliche Regisseure aus Iran wie Asghar Farhadi, Jafar Panahi oder der jüngst verstorbene Abbas Kiarostami genießen große internationale Anerkennung. Die künstlerischen, persönlichen und gesellschaftlichen Visionen ihrer filmenden Kolleginnen erhalten diesen großen Bahnhof nicht. Diese Lücke soll von den Iranischen Frauenfilmtagen Berlin geschlossen werden. Diese ermöglichten »eine Reise in ein anderes Iran, genau beobachtet, kämpferisch, und nicht zuletzt feministisch«, wie es in einer Ankündigung heißt.

Das Festival erwartet Filmemacherinnen aus verschiedenen Generationen, die ihre Filme begleiten und in ausführlichen Gesprächen erläutern und dadurch unmittelbare Begegnungen mit weiblichen Blickwinkeln der Filmkunst Irans und deren Protagonistinnen ermöglichen. Unser Foto zeigt eine Szene aus dem Film »Facing Mirrors«, eröffnet wird mit »For A Rainy Day« von Faezeh Azizkhani, die anwesend sein wird. Alle Filme werden im Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Gespräche werden gedolmetscht.

Foto: Fereshteh Taherpour

1. bis 5. Juni, Hackesche Höfe Kino

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