Kriegsrecht vereitelt Friedensverhandlungen

Gespräche von philippinischer Regierung mit linken Rebellen der NDFP im niederländischen Noordwijk geplatzt

  • Von Rainer Werning
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Nun also sind die Auswirkungen des von Präsident Duterte am 23. Mai qua Proklamation 216 über die Südphilippinen verhängten Kriegsrechts auch in Europa zu spüren. Dort nämlich treffen sich seit Jahren Emissäre der Regierung in Manila und Vertreter des linken Untergrundbündnisses der Nationalen Demokratischen Front der Philippinen (NDFP) unter der Schirmherrschaft des norwegischen Außenministeriums. Das Ziel: Mit einem Friedensvertrag soll endlich der Schlussstrich unter einen knapp 50-jährigen bewaffneten Konflikt gezogen werden. Seit August 2016 fanden bislang vier Verhandlungsrunden in Oslo, Rom sowie im niederländischen Seebad Noordwijk aan Zee statt.

In Noordwijk sollte ursprünglich auch vom 27. Mai bis zum 1. Juni die fünfte Zusammenkunft beider Parteien stattfinden. Doch am Sonntag platzte der Termin. Wesentlicher Streitpunkt: Beide Seiten bewerten das zunächst für 60 Tage andauernde Kriegsrecht höchst unterschiedlich.

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