Werbung

Inflation auf Sparflamme

Simon Poelchau meint, dass auch Berlin eine mögliche Abkehr von niedrigen Leitzinsen mit Vorsicht beobachten sollte

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hiesigen Kritikern der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) schwimmt vor der mit Spannung erwarteten Ratssitzung kommende Woche ein Argument davon: Die Inflationsrate sank nach 2,0 Prozent im April auf 1,5 Prozent im Mai, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Damit rückt die Inflationsrate wieder vom EZB-Ziel von knapp unter zwei Prozent ab und gleicht eher einer Sparflamme als einem Flächenbrand, der die Preisentwicklung anheizt.

Ohnehin wird EZB-Chef Mario Draghi nur sehr vorsichtig Signale in Richtung einer möglichen Abkehr von der Niedrigzinspolitik senden. Nicht nur, dass er bei seinen Entscheidungen die ganze Eurozone im Blick haben muss und nicht nur auf ein Land achten darf. Vor allem bergen die Wiederanhebung des Leitzinses oder das Ende der Anleihenkäufe auch erhebliche Risiken. Ein solches Risiko könnte auch Berlin auf die Füße fallen: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble steht vor allem so gut da, weil er so gut wie keine Zinsen auf die Schulden des Bundes zahlen muss.

Insofern ist auch der Spielraum für Steuersenkungsversprechen schnell dahin, wenn die Zinsen wieder steigen. Dies sollten konservative Politiker im Kopf behalten, wenn sie mal wieder über die EZB herziehen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen