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Chance auf Abwechslung?

Leserfrage zur Tagespflegeeinrichtung

In diesem Fall sollte sich ihr Vater über die Angebote einer teilstationären Tagespflege informieren lassen, empfiehlt Sylke Wetstein von der bundesweiten Compass Pflegeberatung. Er wird morgens abgeholt und kann den Tag in der Einrichtung verbringen. Dort gibt es die verschiedensten Möglichkeiten gemeinsamer Beschäftigung. Das können Ausflüge sein, Lese- und Erzählkreise oder Gymnastikkurse. Für die Mahlzeiten ist gesorgt, bei der Zubereitung können sich die Gäste auch oft beteiligen. Die Pflege wird durch entsprechende Mitarbeiter sichergestellt. Nachmittags erfolgt die Heimfahrt. Auch diese organisiert die Einrichtung.«

Finanziert wird die Tagespflege teilweise durch die Pflegeversicherung. Je nach Pflegegrad stehen unterschiedlich hohe Summen zur Verfügung. In diesem Falle sind das bei Pflegegrad 3 bis zu 1298 Euro monatlich. Dieses Geld wird für die Pflege in der Einrichtung und die Fahrten hin und zurück eingesetzt.

Die Einrichtungen haben unterschiedliche Tagessätze. Das können beispielsweise 55 Euro sein. In diesem Fall würde das Geld der Pflegeversicherung für fast 24 Tage in der Einrichtung reichen.

Wichtig ist: Für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten muss selbst gezahlt werden. Insgesamt können dafür beispielsweise 25 Euro pro Tag in Rechnung gestellt werden. Um das zu finanzieren, kann man sein Pflegegeld einsetzen. Denn die 545 Euro monatlich bei Pflegegrad 3 werden auch während der teilstationären Pflege in voller Höhe weitergezahlt. Zusätzlich kann man auch die 125 Euro, die ihm monatlich für Entlastungsleistungen zustehen, verwenden.

Nach diesem Rechenbeispiel wäre es sogar möglich, fünf Tage in der Woche eine Einrichtung zu besuchen, ohne auf eigene Ersparnisse zurückgreifen zu müssen, rechnet Sylke Wetstein vor.

Ob die gewählte Einrichtung die richtige ist, sollte man ein oder zwei Tage ausprobieren. Wenn alles passt, kann das positiv für die Beteiligten sein: So hat ihr Vater Abwechslung und sie als Tochter können beruhigt sein, weil sie wissen, dass ihr Vater tagsüber gut aufgehoben ist.

Informationen zu den Antragsformalitäten und den Einrichtungen in der Region bekommt man von der Pflegeberatung des Betroffenen oder einem Pflegestützpunkt. Kostenfreie telefonische Informationen sind unter der Rufnummer (0800) 101 88 00 erhältlich. Uwe Strachovsky

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