Wojciech Osinski, Warschau 20.06.2017 / Politik

Polens Hoffnungsträger für 2020 regiert in Slupsk

Der parteilose Bürgermeister Robert Biedron soll für das linke Lager einen »Macron-Effekt« erzielen

Der jüngste Siegeszug des neuen französischen Präsidenten scheint auch in der polnischen Politik Potenziale freizusetzen. »In Polen gibt es nur einen, der Macron das Wasser reichen kann. Wenn wir uns in unserem Land nach einem jungen, dynamischen und zugleich erfahrenen Politiker umschauen, dann sehe ich nur einen - Robert Biedron«, versicherte Polens früherer Staatspräsident, Aleksander Kwasniewski, in einem Radio-Interview. Der einstige Anführer des Bündnisses der Demokratischen Linken (SLD) beschreibt Biedron als »versierten Innen- und Lokalpolitiker«, der dabei dennoch »europäisch« geblieben sei. »Er ist völlig unabhängig und trotzdem populär. Er hat das Zeug, ein polnischer Macron zu werden. Biedron wird 2020 unser nächster Präsident!«, meint der Ex-Politiker. Tatsächlich sehen linksliberale Medien in Biedron einen würdigen Herausforderer, der in drei Jahren Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda die Stirn bieten soll - oder zumindes...

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