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Altwerden im umgebauten Eigenheim

»Haus der Pflege« soll über Möglichkeiten beraten, im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben

Wer alt oder gar pflegebedürftig wird, findet sich nicht selten in der Lage wieder, nicht mehr im eigenen Haus leben zu können: Der Einstieg in die Wanne ist zu hoch, das Bad war vor 30 Jahren nicht altersgerecht bemessen - worden und wie soll man hier überhaupt einen Treppenlift installieren? Bei Problemen wie diesen will ab nächstem Jahr der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) älteren Menschen in einem »Haus der Pflege« zur Seite stehen, dessen Grundsteinlegung am Freitag gefeiert wurde.

In dem dreistöckigen Gebäude sollen entsprechende bauliche Lösungen besichtigt und ausprobiert werden können. Umbauten im Badezimmer, Blindenleitsysteme, spezielle Möbel für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wie etwa Betten mit Aufstehhilfen, oder klassische Treppenlifte sollen dann für alle Betroffenen zu besichtigen und auszuprobieren sein. Für Häuslebauer gibt es zudem die Möglichkeit, sich in der Planung der eigenen vier Wände bereits hinsichtlich späterer Umbauten beraten zu lassen, um die Kosten gering zu halten.

Doch nicht allein der bauliche Aspekt steht im Vordergrund, vielmehr möchte der VDGN ganzheitlich zur Lebenssituation älterer Hauseigentümer und Pflegebedürftiger beraten, etwa was ihre Rechte im Pflegewesen angeht oder wie man eine Haushaltshilfe findet. Zusammen mit dem kooperierenden Verein »Leben, Wohnen und Pflege« soll es dann im Haus darum gehen, so lange wie möglich im vertrauten Wohnumfeld leben und wohnen bleiben zu können, »im Sinne der zu Pflegenden und der Pflegenden«, wie Eckhart Beleites ausführte. Sichtlich gerührt erzählte der ehemalige Präsident des VDGN vor dem vom Unwetter des Vortages noch ganz unter Wasser stehenden Grundstein, wie er vor sieben Jahren auf das zunehmende Problem aufmerksam geworden ist, und das Projekt bis zur Grundsteinlegung diesen Freitag begleitet hat.

Auch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf findet sich unter den Unterstützern des Hauses und lässt sich vor Ort vertreten. Peter Ohm, gegenwärtiger Vorsitzender, bedankte sich bei der politischen Unterstützung für das Vorhaben und betonte, dass dies das erste Projekt dieser Art sei. Vor Winteranfang möchte der VDGN Richtfest feiern, um dann nach dem Innenausbau im Frühjahr mit der Beratung beginnen zu können.

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