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Nach Exzess: Gästeliste für Feiercops

Geisel: »Polizeibeamte haben eine Vorbildfunktion« / Berliner Clubcommission bietet Beamten Freikarten an

Der Medienrummel um die Feiercops setzte sich auch am Mittwoch fort. Die 220 Polizisten von drei Einsatzhundertschaften aus Berlin, die wegen einer Party, vorzeitig aus der Nähe Hamburgs abgezogen worden waren (»nd« berichtete), befanden sich nach der Rückfahrt wieder im Dienst, wie es am Mittwoch hieß. Die Polizisten sollten eigentlich im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg eingesetzt werden. Dafür waren sie nördlich der Hansestadt in einer Kaserne untergebracht, die zuvor auch als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden war. Dort hatten sie offenbar aufgrund von Langeweile eine größere Party veranstaltet, bei der es auch zu Sex im Freien, Gruppen-Urinieren und Ähnlichem gekommen sein soll. Weil die Feier wohl ein bisschen aus dem Ruder gelaufenen war, schickte die Hamburger Polizeiführung die Berliner Unterstützungskräfte heim.

Welche Konsequenzen der Ausflug für die Bereitschaftspolizisten aus der Hauptstadt hat, war am Mittwoch weiter unklar. »Man muss uns auch die Zeit geben, die Vorfälle aufzuklären«, sagte eine Polizeisprecherin. Polizeipräsident Klaus Kandt hatte am Dienstagabend von möglichen Disziplinarmaßnahmen gesprochen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte: »Polizeibeamte haben eine Vorbildfunktion - das gilt in Berlin genauso wie in anderen Städten. Falls sich die Vorwürfe des Fehlverhaltens bestätigen, muss das in der Polizei ordentlich geklärt werden. Die Arbeit der Berliner Polizei darf durch solche Vorfälle keinen Schaden nehmen.«

Unterdessen meldete sich ein Beamter zu Wort, der die Feier miterlebt haben will. »Es wurde nichts beschädigt. Niemand wurde verletzt. Wir haben niemanden beleidigt oder bedrängt. Wir alle waren am nächsten Tag einsatzfähig, es gab keine Ausfälle«, sagte er der »Bild«.

Einen besonderen Dank sprach unterdessen die Berliner Clubcommission aus, ein Zusammenschluss von Clubs der Hauptstadt. Die Beamten hätten den G20-Gipfel »mit Lebensfreunde, viel Körpereinsatz und Hingabe begleitet«, hieß es. Der Zusammenschluss halte den Polizisten für die Rückkehr Gästelistenplätze in einem Club ihrer Wahl bereit, so Club-Commission-Pressesprecher Lutz Leichsenring.

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