Halt auf halber Strecke

Eine US-Theaterstudie liefert Christian Baron mehr Fragen als Antworten

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: 1 Min.
Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Erschiene dieser Text in einer Boulevardzeitung, dann ginge die Leitfrage so: Muss die Theatergeschichte umgeschrieben werden? Drunter macht es die Dreckschleuderjournallie ja nicht, wenn es darum geht, bei der Wahrheitssuche auf halber Strecke stehen zu bleiben. Ein Teil des liberalen - in Deutschland würde man sagen: toleranten - US-Kulturbetriebs agiert derzeit genau so. Eine Studie der Theatergewerkschaft »Actor’s Equitiy« hat herausgefunden, dass weiße, männliche Schauspieler mehr Geld verdienen und häufiger Hauptrollen erhalten als nicht-weiße und weibliche Kollegen.

Diese Tatsachen sind alt. Warum sich daran nichts ändert, das erklären auch Äußerungen wie die von »Equity«-Vertreterin Mary McColl: »Viele Stücke aus dem Theaterkanon sehen Hauptrollen eher für Männer vor. Wenn sich People of Color nicht auf der Bühne repräsentiert sehen - wie lange wird das Theater dann noch relevant bleiben?« Das wirft selbst Fragen auf: Wenn Schwarze öfter Hauptrollen besetzen, endet dann die viel tiefer liegende, weil strukturelle Ungleichheit beim Zugang zu diesem Beruf? Ist es Aufgabe der Kunst, Gerechtigkeit herzustellen? Verbieten die Liberalen bald Shakespeare? Zugegeben, die letzte Frage ist unfair. Sie symbolisiert aber ein weiteres Problem. Denn wer platt argumentiert, beliefert jene Gossenpresse, die so gern über weltfremde »Gutmenschen« herzieht.

Aus dem nd-Shop
Suffragette – Taten statt Worte
1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien die „Women‘s Social and Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den fol...
14.99 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen