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Lebensraum in Gefahr

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»Jetzt machste’ noch was«, dachte sich Wolfgang Krumpmann am Beginn seines Ruhestandes. Es dauerte nicht lange, und der frischgebackene Rentner trat der Umweltschutzorganisation Greenpeace bei. Heute, einige Jahre später, engagiert sich der mittlerweile 72-jährige Berliner immer noch für die »bedrohte Erde« - und fährt zum Demonstrieren am 2. Juli nach Hamburg. »Ob Ressourcenabbau, Klimawandel oder kriegerische Auseinandersetzungen - unser Lebensraum ist in Gefahr«, erklärt der Aktivist zu seinen Motiven. Der Planet sei einfach zu schön, um ihn nicht zu erhalten. In Hamburg bietet sich dafür eine Chance: »Hier treffen sich die mächtigsten Politiker, die es in der Hand haben, etwas zu verändern.« Sicher, die Hoffnung auf eine umfassende, schnelle Lösung sei schon »ein bisschen blauäugig«, aber so funktioniere es nun mal. Die Erwartungen sind jedoch gedämpft: »Trotz diesem ständigen Gipfelhopping passiert einfach nichts.« Bisher seien keine erkennbaren Lösungen erreicht worden. Der ehemalige Informatiker warnt, dass sich das verändernde Klima auch diesmal nicht von markigen Sprüchen beeindrucken lassen wird. Wenn viele Demonstranten nach Hamburg kämen und friedlich ihre Kritik deutlich machen, könne man aber vielleicht genügend Druck für eine ökologisch nachhaltige Politik aufbauen. Die Zeit wird knapp, Krumpmann verspürt die Verpflichtung, aktiv zu bleiben: »Die folgenden Generationen werden uns fragen, was wir getan haben.« Den Kindern dürfe man keine kaputte Welt hinterlassen. seb

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