Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Tabuflächen für Windräder ausgeweitet

Rheinland-Pfalz: Regierung beschloss geändertes Landesentwicklungsprogramm - Landtag muss nicht zustimmen

Mainz. Der Bau von Windrädern in Rheinland-Pfalz ist künftig strenger geregelt. Das Ampel-Kabinett aus SPD, FDP und Grünen beschloss bereits am Dienstag in Mainz ein geändertes Landesentwicklungsprogramm. Neu ist, dass die Nutzung von Windenergie tabu sein soll unter anderem in Kernzonen von Natur- parken, dem gesamten Naturpark Pfälzerwald und in den sogenannten Rahmenbereichen der Welterbegebiete Oberes Mittelrheintal und Obergermanisch-Raetischer Limes. Neue Windräder dürfen künftig nur mit einem Abstand von mindestens einem Kilometer zu Wohnhäusern aufgestellt werden. Für Anlagen, die höher als 200 Meter sind, müssen mindestens 1,1 Kilometer Abstand gelten.

Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) sprach insgesamt von einem gut gelungenen Interessenausgleich. Mit klugen neuen Vorgaben würden für Mensch und Landschaft, aber auch Denkmälern und Tourismus Freiräume gesichert, während zugleich ein weiterer Ausbau der Windkraft möglich bleibe, erklärte Lewentz.

Die Verordnung soll noch im Juli in Kraft treten. Der Landtag muss nicht zustimmen. Die Ampel-Koalition hatte die Änderungen im Koalitionsvertrag vereinbart - die FDP konnte sich zum Beispiel bei der Abstandsregelung, die Grünen konnten sich etwa bei Ausnahmen davon durchsetzen.

Wenn bestehende Windkraftanlagen erneuert werden, dürfen die neuen Mindestabstände um zehn Prozent unterschritten werden. Voraussetzung ist, dass die Zahl der Anlagen um mindestens ein Viertel reduziert und die Leistung der abgebauten Anlagen verdoppelt wird. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln