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Freude am Spiel

Die neuformierte DFB-Elf schlägt die Brasilianerinnen und glaubt an den EM-Titel

  • Von Alexander Sarter und Jana Lange, Sandhausen
  • Lesedauer: 3 Min.

Die Generalprobe für die Europameisterschaft ist gelungen, nun wollen Steffi Jones und ihre Spielerinnen den erfolgreichen deutschen Fußballsommer fortsetzen. »Wir haben die U21 und das Männerteam mit viel Freude verfolgt und genauso frisch, fromm, fröhlich, frei haben wir auch gespielt«, sagte die Bundestrainerin am Mittwochabend nach dem 3:1 (1:0) gegen Brasilien: »Alles in allem bin ich immer noch überzeugt, dass wir Europameister werden können.«

Zwei Wochen vor dem Auftakt der Mission Titelverteidigung wies der verdiente Sieg des Rekordeuropameisters aber noch Schönheitsfehler auf. Zum einen haperte es in Sandhausen an der Chancenverwertung. »Beim Turnier müssen wir eiskalt vor dem Tor sein«, forderte Spielführerin Dzsenifer Marozsan. Mehr Sorgen bereitete indes ein Aussetzer von Torhüterin Almuth Schult, der in der 49. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ludmila führte.

Direkt vor ihrem Kasten vertändelte die Wolfsburgerin den Ball und ging anschließend hart mit sich selbst ins Gericht. »Das war einfach Dummheit. Ich muss den Ball wegschlagen«, sagte die 26-Jährige. Jones stärkte ihr den Rücken. »Die Nummer eins von Almuth wackelt nicht. Aus so einem Fehler lernt man«, betonte sie: »Sie bekommt weiter das Vertrauen geschenkt.« Auch die Kolleginnen bauten Schult auf. »Das passiert ihr nicht noch mal. Jetzt hat sie ihren Bock für diesen Sommer weg«, sagte die erfahrene Abwehrchefin Babett Peter, die ihr Team gerüstet sieht: »Wir gehen mit einem Sieg ins Turnier, das ist gut fürs Selbstbewusstsein. Wir wissen, was wir können.«

Der Titel ist bei der Endrunde, die vom 16. Juli bis zum 6. August in den Niederlanden ausgespielt wird, das klare Ziel des Olympiasiegers, der sich unter Silvia Neids Nachfolgerin spielerisch und personell im Umbruch befindet. Für den siebten deutschen EM-Triumph in Serie - den neunten insgesamt - machte vor allem die neu zusammengestellte, äußerst spielfreudige Offensive Mut. So empfahlen sich vor allem die Neulinge Linda Dallmann (30.) und Hasret Kayikci (65.) nicht nur mit ihren Toren für die EM-Startelf. »Das ist wie ein Traum, dass ich zur EM fahren darf und hier zu Hause mein erstes Länderspieltor mache«, sagte die gebürtige Heidelbergerin Kayikci. Die eingewechselte Leonie Maier (78.) sorgte mit einem Kunstschuss dann für klare Verhältnisse.

Bis Freitag arbeitet die DFB-Auswahl im dritten und letzten Lehrgang noch am Feinschliff für das Turnier. Und bevor sie am kommenden Mittwoch per Bus von Düsseldorf zum Mannschaftscamp in Sint-Michielsgestel fährt, bekommen die Spielerinnen vier Tage frei. »Sie haben zwar Hausaufgaben auf, sollen aber auch abschalten«, sagte Jones. Die Spielerinnen können das große Highlight, das mit den Gruppenspielen gegen Schweden am 17. Juli in Breda, Italien vier Tage später in Tilburg und am 25. Juli in Utrecht gegen die russische Auswahl beginnt, kaum erwarten. »Eigentlich kann es schon losgehen«, sagte Marozsan. SID/nd

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