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Der Traum vom Schatz

Kurt Stenger über das asymmetrische Verständnis vom Freihandel

Glücklich darf sich schätzen, wer von Chinas Führung Pandabären geliehen bekommt. Die seltenen und süßen Säugetiere sichern den Tierparks viel Rummel und Umsatz, während die Verleiher außenpolitisch auf gut Wetter machen. So auch bei »Träumchen« und »Schätzchen«, die Chinas Staatschef Xi Jinping per Festakt nun auch offiziell an den Berliner Zoo übergeben hat. Auch um daran zu erinnern, dass ein kleiner Dank schon fällig wäre. Wie auch für den Großauftrag der Staatsairline CAS an Airbus.

Doch Außenwirtschaftspolitik ist ein beinhartes Geschäft zwischen Geben und Nehmen, Hauen und Stechen. Die Freihandelsbekundungen von China und Deutschland sowie Japan und der EU vor dem G20-Gipfel sollen Protektionisten à la Donald Trump in die Schranken weisen. Doch von Freihandel haben die Wirtschaftsgroßmächte ein höchst asymmetrisches Verständnis: Man möchte alles überall hin verkaufen und dort investieren, wo man will. Importe und Investoren sind indes nur in begrenzten Bereichen willkommen. China möchte weltweit Flächen, Rohstoffe und Unternehmen aufkaufen, Deutschland seinen Großunternehmen ungehinderte Geschäfte sichern. Arbeitsrechte oder Umweltschutz stören dabei genauso wie Regeln zugunsten armer Länder.

Nach dieser Denkweise bringt kommerzielle Expansion wirtschaftlichen Erfolg. Das ist der Traum vom Schatz im Außenhandel.

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