NoG20-Sonderzug in Hamburg angekommen

Weitere Kontrollen der Polizei / 33 Personen wurde Reise verweigert / »ZuG20«: Wir sind »lautstark, vielfältig und entschlossen«

Berlin. Der Sonderzug mit hunderten Demonstranten gegen den G20-Gipfel ist am Morgen im Hamburger Hauptbahnhof eingetroffen. Die rund 700 Menschen an Bord sind abermals von der Bundespolizei kontrolliert worden, haben den Bahnhof anschließend aber ohne weitere Vorkommnisse verlassen.

Mit mehr als vierstündiger Verspätung war der Zug am Mittwochabend in der Schweiz Richtung Hamburg gestartet. Nach geplanten Zwischenstopps in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen erreichte er schließlich mit etwa zweieinhalb Stunden Verspätung die Hansestadt. Der Zug war erst gegen 18.30 Uhr in Basel losgefahren. Der Grund: Laut Veranstalten gab es vor der Abfahrt ausgiebige Kontrollen der Bundespolizei. 33 Personen sei die Einreise nach Deutschland verweigert worden.

Insgesamt sind laut offiziellen Angaben 210 Personen kontrolliert worden - man fand unter anderem Mundschutze und Schutzbrillen, was offenbar trotz des darin steckenden Wörtchens »Schutz« als gefährlich bei der Polizei gilt. Ein Mann war laut Mitteilung der Behörden per Haftbefehl von den Schweizer Behörden gesucht worden. »Zudem habe es Probleme mit zehn Fahrgästen gegeben, die bereits in dem aus Deutschland kommenden Zug gesessen hätten«, schreibt die Deutsche Presse-Agentur.

Stopps des »ZuG20« waren in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg), Heidelberg, Frankfurt am Main, Köln und Dortmund geplant, um weitere Demonstranten einsteigen zu lassen. Die Waggons hatten nach Angaben des Veranstalters Platz für bis zu 1000 Menschen geboten. »Wir wollen bereits die Zugfahrt in die Hansestadt zu einem politischen Ereignis machen«, hatte ein Sprecher des Sonderzuges im Vorfeld mitgeteilt. Ziel sei es, den Protest gegen das Gipfeltreffen »lautstark, vielfältig und entschlossen auf die Straße zu tragen.« Agenturen/nd

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