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Für Konservative sind diese Zeiten in der Tat schwierig. Dinge, die sie für ewig gültig hielten, werden abgeschafft, verändert, und dies in einer Geschwindigkeit, die sie schwindelig machen muss. Das Rad der Zeit dreht sich immer schneller. Wurde vor Wochenfrist die gleichgeschlechtliche Ehe von einer überparteilichen Mehrheit im Bundestag beschlossen, so legte die Politik Anfang dieser Woche noch eine Schippe drauf. Angesichts der technischen Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin und der veränderten Familienkonstellationen empfahl eine vom Bundesjustizministerium eingesetzte Kommission eine Reform des Familienrechts. Künftig soll statt von »Abstammung« von »Zuordnung« gesprochen werden.

Das ist nicht bloß eine semantische Änderung, sondern eine Zäsur, denn die biologische Vaterschaft, die ja für Männer nie als gesichert gelten konnte, ist demnächst nur noch eines von mehreren Prinzipien der Eltern-Kind-Beziehung. In Zeiten der Samenspende ist der biologische Erzeuger meist nicht der rechtliche Vater und selbst die Mutterschaft gerät durch Leihmütter, die das Kind einer Fremden austragen, ins sprachlich Ungefähre. Auch in einer lesbischen Beziehung, in der eine der Frauen ein Kind geboren hat, kann sich nach dem Vorschlag der Kommission künftig die Partnerin rechtlich Mutter nennen, ohne hierfür erst den Weg der Adoption beschreiten zu müssen.

Der bürokratische Terminus »Zuordnung« aber ist ein Begriff, der Konservative ins Grübeln bringen muss, offenbart sich in ihm doch das Wesen des Fortschritts, der dem Bewusstsein schon immer einen Schritt voraus war. jam Foto: mauritius images/Andrea Luciani/Alamy

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