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Klima-Kapitulation

René Heilig hält die G20 für verantwortungslos

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Merkel tippt auf den Knopf: Das Wort hat der Vertreter der Malediven. Ihm folgen die Sprecher von Osttimor sowie der Pazifikstaaten Fidschi, Kiribati, Marshall-Inseln, Mikronesien, Nauru, Palau, Papua Neuguinea, Samoa … Die sind gar nicht eingeladen? Komisch, denn gerade sie sollten das Recht haben, in Hamburg zu reden. Weil ihre Regionenin absehbarer Zeit vom Meer verschluckt werden, wenn nicht umgehend etwas in Sachen Klima geschieht. So wie sie hätten afrikanische Staaten das Recht, hier Beschwerde zu führen, weil aus immer mehr Weiden Wüsten werden. Vieh verreckt, einstige Bauern suchen ein Überleben und ertrinken im Mittelmeer.

Man mag einwenden, alles Machbare in Sachen Klima - nicht das Notwendige - ist im Pariser Abkommen festgehalten. Doch der US-Präsident hat es aufgekündigt. Ob andere große Umweltverschmutzer das Abkommen ratifizieren, um es wirklich umzusetzen, ist ungewiss. Um so wichtiger wäre es, wenn alle G20-Vertreter Verantwortung für die Nationen übernehmen, die demnächst überspült werden oder versanden. So dringend Gespräche zwischen Trump und Putin für die Besserung des politischen Klimas sind - dass sie ausgerechnet dann stattfinden, wenn bei G20 das Thema Umweltrettung aufgerufen wird, ist vielleicht ein diplomatischer Schachzug. Doch auch eine weitere Kapitulation vor Trump.

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