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Das ist der Gipfel

Blockaden erfolgreich +++ Polizei kritisiert Zerstörungen +++ Mehrheit erwartet wenig vom G20-Treffen

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Gipfel-Blockaden teilweise erfolgreich

Für Hunderte Gipfelgegner hieß es am Freitagmorgen früh aufstehen: Bereits ab 7 Uhr hatten sich die Aktivisten an mehreren Punkten in der Hamburger Innenstadt versammelt, um die Anreise der Staats- und Regierungschefs zum Tagungsort in den Messehallen zu behindern. Jana Schneider vom »Block G20« sagte am Freitagmittag, es sei gelungen, die Zufahrt der deutschen Delegation kurzfristig zu besetzen. Der Zufahrt der US-Delegation sei man zumindest nahe gekommen. An der Alster setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um eine Sitzblockade zu beenden. Nach Angaben der Veranstalter nahmen 5000 Aktivisten an den Blockaden teil. Aus mehreren Meldungen geht hervor, dass die Blockaden zumindest einen kleinen Einfluss auf den Gipfel hatten, der erst mit einigen Minuten Verzögerung begann. Auch im Hamburger Hafen gab es am Vormittag mehrere Blockadeversuche. Hier versuchten ebenfalls mehrere Hundert Demonstranten, die Arbeit zu beinträchtigen. Es sei gelungen, zahlreiche Zufahrtstraßen und die Köhlbrandbrücke lahmzulegen, sagte Demo-Sprecher Timon Simons. Dadurch sei es zu langen Staus gekommen. Hafen und Welthandel seien Ausdruck des kapitalistischen Systems, hieß es als Begründung für die Störaktionen.

Brennende Autos und zerstörte Scheiben

Die Anti-Gipfel-Proteste haben seit Donnerstagabend auch zu einigen Schäden in der Hansestadt geführt. Rund um die Innenstadt hatten Gruppen gewaltbereiter Demonstranten Fensterscheiben eingeschlagen und Autos angezündet, erklärte die Hamburger Polizei. Demonstranten hätten zudem Müll und Baumaterial auf Straßen gezogen und die Fensterscheiben von Geschäften, Banken und einem Gericht eingeschlagen. Einige Dutzend brennende Autos, herausgerissene Pflastersteine und beschädigte Streifenwagen bestimmten am Freitag das Bild in manchen Straßenzügen. Bankautomaten wurden demoliert, Werbetafeln zerstört und die Scheibe eines Möbelmarktes beschädigt.

Gysi kritisiert »irrsinnigen Aufwand«

Gregor Gysi (LINKE) hat den »irrsinnigen Aufwand« für den G20-Gipfel kritisiert. Für das Treffen werde ein dreistelliger Millionenbetrag ausgegeben, »und dann kommt im Ergebnis möglicherweise nichts raus«, sagte Gysi dem Deutschlandfunk. »Wo ist denn da das Verhältnis von Aufwand und Nutzen?«, fragte er. Zudem würden weltpolitische Entscheidungen getroffen, ohne dass viele Betroffene mit am Tisch säßen, sagte Gysi weiter. Er hält es für sinnvoller, die Gespräche bei der UNO abzuhalten.

Mehrheit hält Gipfel für wenig hilfreich

Eine große Mehrheit der Bundesbürger hat stellt an den G20-Gipfel nur eine sehr geringe Erwartung. In einer Umfrage des ZDF-»Politbarometer« erklärten 78 Prozent der Befragten, dass sich mit Blick auf die weltweit drängendsten Probleme auf dem Treffen nicht viel bewegen wird. Nur zehn Prozent erwarten demnach eher Fortschritte, ebenfalls zehn Prozent eher Rückschritte. Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1321 Menschen. nd/mit Agenturen

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