Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

ELN strebt Waffenstillstand mit Kolumbiens Regierung an

Chefunterhändler der letzten aktiven Guerilla setzt auf Vereinbarung bis August

Sanggolqui. Nach dem Friedensvertrag mit der Farc-Guerilla könnte Kolumbien bald ein weiteres Waffenstillstandsabkommen mit Rebellen verkünden: Die kolumbianische ELN-Guerilla wolle spätestens im August eine erste Waffenruhe mit der Regierung schließen, sagte der Chefunterhändler der Rebellen, Pablo Beltran, der Nachrichtenagentur AFP. »Wir stehen kurz vor einem beidseitigen befristeten Waffenstillstandsabkommen«, sagte Beltran. Seit Februar führt die letzte aktive Guerilla in Kolumbien Friedensgespräche mit der Regierung.

Beltran versprach, »mit dem Waffenstillstand die Angriffstätigkeiten der ELN zu stoppen«. Der 63-Jährige ergänzte jedoch: »Verteidigungsaktionen werden weiter stattfinden.« Wenn Fremde in ELN-Gebiete eindrängen, würden sie auch weiterhin von Rebellen festgenommen. Erst am 19. Juni hatte die ELN zwei niederländische Journalisten an der venezolanischen Grenze als Geiseln genommen. Doch sie wurden nach wenigen Tagen wieder freigelassen.

»Einen endgültigen Waffenstillstand wird es erst in der Abschlussvereinbarung geben«, sagte der Chefunterhändler. Die befristete Waffenruhe solle vor dem Besuch von Papst Franziskus im September in Kraft treten. ELN-Führer hoffen, vom Pontifex empfangen zu werden.

Die ELN (Ejército de Liberación Nacional, zu deutsch: Nationale Befreiungsarmee) kämpft seit 1964 gegen die Regierung in Bogotá. Ursprünglich war sie von der kubanischen Revolution inspiriert und setzte sich für Bauernrechte ein. Heute zählt die Guerilla noch rund 1500 Kämpfer. AFP/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln