Mit Mini-Marshallplan in der Warteschleife

Der Westbalkan hofft auf einen wirtschaftlichen Aufschwung und die EU-Mitgliedschaft

  • Von Elke Windisch, Dubrovnik
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auf der alljährlichen Westbalkan-Konferenz, die Donnerstag im italienischen Triest stattfindet, glauben Politiker wie Beobachter aus der Region, werde die EU einen »Mini-Marshallplan« für den Aufbau einer modernen Infrastruktur vorlegen, der die Wirtschaft ankurbelt. Dazu schreibt die in Belgrad erscheinende Zeitung »Večernje novosti«, werde der Europäische Rat, dem die Staats- oder Regierungschefs der 28 EU-Mitglieder angehören, einen Sonderfonds einrichten, von dem ausländische Investoren wie lokale Startups profitieren. Es würden Tausende neue Arbeitsplätze entstehen. Auch werde der mit dem Innovationsschub verbundene Zustrom von hochqualifiziertem Personal aus Westeuropa dem Westbalkan helfen, jene Standards zu erreichen, die für eine EU-Mitgliedschaft nötig sind.

Der derzeit mit Abstand populärste ausländische Politiker auf dem Westbalkan heißt Siegmar Gabriel. Der Grund: Die »Berlin plus Agenda«, die der Bundesaußenminister ...

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