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Antarktis-Schelfeis wird zum Eisberg

Eine Billion Tonnen schwerer Koloss treibt Richtung Norden

Bremerhaven. In der Westantarktis hat sich ein gigantischer Eisberg, etwa doppelt so groß wie das Saarland, vom Schelfeis gelöst. Das teilte das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch mit. Der über eine Billion Tonnen schwere und 5800 Quadratkilometer große Koloss treibe nun nach Norden und werde wohl zwei, drei Jahre brauchen, bis er geschmolzen sei. Er ist mit 175 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 50 Kilometern einer der größten Eisberge, die Forscher in den vergangenen drei Jahrzehnten registriert haben.

Der Koloss war bislang Teil vom Larsen-C-Schelfeis südlich von Südamerika. Schelfeis schwimmt auf dem Meer und wird von großen Gletschern gespeist. »Die Pole sind die Alarmanlage des Weltklimas«, kommentierte Greenpeace-Experte Karsten Smid. »Das nun abgebrochene Eisschelf, das dritte innerhalb der vergangenen Jahre, warnt eindringlich vor den wachsenden Risiken durch die steigenden Temperaturen.« nd/dpa Seite 20

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