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Frische Farbe für Fachhochschule

Andreas Fritsche zur Besetzung des alten Instituts für Lehrerbildung in Potsdam

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 1 Min.

Ist das ehemalige Institut für Lehrerbildung am Potsdamer Alten Markt an sich hässlich oder durch gezielte Vernachlässigung erst hässlich gemacht worden, um einen Anlass für seinen Abriss zu haben? Diejenigen, die es heute nicht mögen, sind vielfach aus dem Westen zugezogene Einwohner oder Touristen, die diesen Bau der DDR-Moderne nie in dem einwandfreien Zustand gesehen haben, in dem es sich einstmals sehr hübsch präsentierte.

Freilich ist der Wessi, den es unweigerlich gruselt, sobald er eine Platte nur von Weitem erblickt, auch ein Klischee. Denn nicht auf jeden Zugezogenen passt dieses Vorurteil. Manche können Architektur durchaus historisch einordnen, und einige haben sich doch tatsächlich in die Vorzüge der DDR-Moderne regelrecht verliebt.

Doch beim Streit um das derzeitige Fachhochschulgebäude geht es nicht allein um Geschmacksfragen. Es geht darum, wie Potsdam mit öffentlichem Raum umgeht, wem die Stadt gehört und wem sie gehören soll.

Dass aber die Aktivisten, die das Haus am Donnerstag besetzten, diese grundsätzliche politische Frage mit einem frischen Farbanstrich verbanden, ist ein pfiffiger Beitrag zu der Debatte, ob das Gebäude nun an sich hässlich sei oder ob es nur gezielt vernachlässig wurde.

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