Riexinger erhielt Morddrohung mit G20-Bezug

LINKE-Ko-Vorsitzender bekam »Todesurteil« per E-Mail wegen vermeintlich fehlender Distanzierung von Randale in Hamburg

Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Stuttgart. Der Ko-Parteivorsitzende der LINKEN, Bernd Riexinger, hat eine Morddrohung erhalten, die offenbar im Zusammenhang mit der politischen Debatte nach den G20-Krawallen steht. In einer E-Mail wird Riexinger und der Partei vorgeworfen, sie hätten sich »nie eindeutig ernsthaft von linksextremer sinnloser Gewalt gegen den Staat und die Justiz« distanziert, berichteten die »Stuttgarter Nachrichten« und die »Stuttgarter Zeitung« (Samstagsausgaben). Das sei ihr »Todesurteil«, wird demnach in dem Schreiben gedroht.

Die E-Mail wurde den Zeitungen zufolge am Dienstagabend mit der Betreffzeile »Todesurteil - wir lassen uns Zeit« verschickt. Darin werden Riexinger und die Linkspartei als »menschlicher Abfall« bezeichnet. Beschrieben werde sogar das exakte Kaliber der Waffe, mit der Riexinger getötet werden solle, heißt es in dem Bericht.

Die Morddrohungen machten ihm keine Angst, sagte Riexinger den beiden Zeitungen. Sie zeigten aber, »wie sehr das gesellschaftliche Klima inzwischen vergiftet ist«. Trotz des anstehenden Wahlkampfes sei es »an der Zeit, verbal abzurüsten und zu einer sachlichen Aufarbeitung zu kommen«.

Der G20-Gipfel vergangene Woche in Hamburg wurde von massiven Ausschreitungen begleitet. Die Gewalttäter werden der linken Szene zugeschrieben. Die Krawalle lösten eine politische Debatte über den Umgang mit gewaltbereiten Demonstranten und linken Zentren sowie über das Vorgehen der Polizei aus.

Es sei »vollkommen richtig, die in Hamburg verübten Straftaten zu verurteilen, die Täter zu ermitteln und rechtsstaatlich zur Verantwortung zu ziehen«, sagte Riexinger den »Stuttgarter Nachrichten« und der »Stuttgarter Zeitung«. Doch Gleichsetzungen mit dem islamistischen Terror oder Diffamierung jeder linken Politik ermutigten »mutmaßlich rechtsextreme Mordgesellen zu üblen Todesdrohungen wegen linker und pazifistischer Gesinnung«. AFP/nd

Aus dem nd-Shop
Links und frei - zur Linkspartei
Hier erinnert sich ein westdeutscher Sozialdemokrat, der der SPD den Rücken kehrte und bei der LINKEN das zu finden hofft, was seiner Partei...
14.99 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen