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»Heute wird deutlich schärfer gegen Korruption vorgegangen«

Jesús Lizcano von Transparency International über illegales Zusammenarbeiten von Politikern und Unternehmern zulasten der Gesellschaft

  • Von Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Spanien rund um Korruption und Korruptionsaufklärung?
Seit einigen Jahren gibt es eine Alarmstimmung. Wir können täglich in den Medien etwas über Korruption lesen, hören und sehen. Deshalb ist Spanien in unserem Korruptionsindex von Transparency International (TI) abgesackt, weil der die allgemeine Wahrnehmung abbildet. Das ist das Ergebnis der riesigen Zahl von Korruptionsskandalen.

Teilen Sie die Einschätzung des Präsidenten von TI-international, José Ugaz, der von »systematischer Korruption« in Spanien spricht?
Nein, denn wir haben hier keine Korruption auf allen Ebenen der Gesellschaft, wo überall bestochen wird, vom Polizisten über den Richter, vom Lehrer bis zum Arzt. Wir haben es vor allem mit politischer Korruption zu tun. Politiker und hohe Amtsträger nutzen ihre Macht im Zusammenwirken mit Unternehmen. Es geht um illegale Kommissionen, Subventionen und um öffentliche Aufträge.

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