»Die Birken hier habe ich gepflanzt«

Chruschtschowkas haben ausgedient - in Moskau sorgt ein großangelegtes Stadtumbauprogramm für Unruhe

  • Von Ulrich Heyden, Moskau
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Meinen Nachbarn Igor treffe ich morgens nach dem Joggen. Er sitzt auf einer Bank vor seinem Haus und trinkt ein Bierchen. Igor muss morgens schon um fünf Uhr aufstehen. Er ist Erste-Hilfe-Fahrer. Nun gönnt er sich eine kleine Pause. Igor erzählt, er habe für die Umsiedlung aus den Chruschtschowka-Plattenbauten gestimmt. Auch wenn er am liebsten in seinem Haus wohnen bleiben würde: »Hier bin ich geboren«, sagt er und zeigt auf drei hohe Birken. »Die habe ich selbst gepflanzt.«

Unser Bezirk westlich des Moskauer Stadtzentrums heißt Fili-Davydkowo. In den 1950er Jahren war die Gegend noch weitgehend unbewohnt, es gab nur ein paar Dörfer. 1959 entstand dann eine Neubausiedlung mit Chruschtschowkas - vierstöckige Häuser, die unter KP-Generalsekretär Nikita Chruschtschow vielerorts in der Sowjetunion errichtet wurden, um nach dem Krieg die größte Wohnungsnot zu lindern. Sie sind ziemlich stabil gebaut, haben 50 Zentimeter dicke Wände. B...

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