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Linkspartei will »Lust auf Gerechtigkeit« machen

Rosafarbene Herzen, knappe Sprüche, schlichte Plakate: Wahlkampagne in Berlin vorgestellt / Bartsch: Wollen drittstärkste Kraft bleiben

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Berlin. Die Linkspartei hat am Freitag ihre Wahlkampagne vorgestellt - sie will sich als Alternative zu allen anderen Parteien empfehlen und dabei bewusst positiv die Wählerinnen und Wähler ansprechen. »Wir wollen Hoffnung wecken auf den Politikwechsel«, sagte Wahlkampfleiter und Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn. Mit einem Wahlkampfetat von 6,5 Millionen Euro sollen bundesweit rund 400.000 Plakate angebracht werden. Das Budget ist damit im Vergleich zu 2013 um eine halbe Millionen Euro gewachsen. Dazu kommen mehrere Hunderttausend Euro Spenden. Falls wider Erwarten aber Spenden von Großunternehmen oder Versicherungen eingehen sollten, würden die Linken sie postwendend zurücküberweisen, so Höhn.

Neben Motiven mit den Spitzenkandidaten und Parteivorsitzenden gibt es Themenplakate mit Schlagwörtern und knappen Botschaften. So steht auf einem rosafarbenen Herz »Kinder - vor Armut schützen«. Auf anderen Plakaten ist zu lesen: »Verdient - sicherer Job, planbares Leben«, »Frieden - abrüsten! Rüstungsexporte stoppen«, »Nähe - Mehr Personal in Pflege und Gesundheit« oder »Gerecht - Millionäre besteuern, mehr Geld für Kitas und Schulen«

»Die Linke ist die einzige Partei, die klar und deutlich sagt: Wir werden die Kanzlerschaft von Angela Merkel nicht verlängern«, sagte Spitzenkandidat Dietmar Bartsch in Berlin. Die Linkspartei sei mit Umfragewerten um die neun Prozent in einer etwas besseren Ausgangslage als vor der vergangenen Bundestagswahl. »Wir wollen drittstärkste Kraft bleiben«, so Bartsch. »Wir streben ein zweistelliges Ergebnis an. Vor allem kämpfen wir um einen Politikwechsel in Deutschland.«

Es gebe »eine klare Botschaft« im Wahlkampf, hieß es bei der Linkspartei: »Keine Lust auf ein Weiter so der Politik der Großen Koalition, die die sozialen Probleme nur verwaltet, statt sie zu lösen.« Die Linke dagegen wolle »Lust auf soziale Gerechtigkeit und auf Frieden« machen. Dafür sollen die acht Schwerpunktplakate stehen. »Die Linke muss einen Spagat schaffen: Zu ihren Anhängern zählen ältere, traditionellere Wähler im Osten und junge Alternative in westdeutschen Großstädten, Arbeitnehmer und Antifa, Gewerkschafter und Arbeitslose«, hieß es bei der Deutschen Presse-Agentur. »Bei der Rente legt die Linke einen Schwerpunkt auf den Osten, wo sie eine schnellere Renteneinheit anmahnt.« Agenturen/nd

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