OPEC bekommt den Ölpreis nicht in den Griff

US-Schieferöl sowie die wieder höhere Produktion einiger OPEC-Mitglieder machen den Effekt der Förderkürzung zunichte

  • Von Christian Mihatsch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im November 2016 beschloss die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zusammen mit Russland, die Ölproduktion um 1,8 Millionen Fass (à 159 Liter) pro Tag oder zwei Prozent der globalen Fördermenge zu reduzieren. Dieser Deal galt zunächst für ein halbes Jahr und hatte anfangs den gewünschten Effekt: Der Ölpreis wurde von unter 45 US-Dollar für ein Fass der Nordseesorte Brent auf bis zu 57 Dollar hochgetrieben. Im Mai dieses Jahres wurde die Vereinbarung um weitere neun Monate bis März 2018 verlängert. Doch nur einen Monat später war der Ölpreis wieder auf das Niveau von November 2016 gefallen und hat sich mittlerweile auch nur leicht auf knapp unter 50 Dollar erholt.

Je länger die Förderdeckelung in Kraft ist, desto schwieriger wird es, die Disziplin unter den Kartellmitgliedern aufrechtzuerhalten. Irak fördert offenbar deutlich mehr als vereinbart und Ecuador hat sogar offiziell angekündigt, sich nicht länger an das Abkomm...


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