Werbung

Geheimplanwirtschaft

Kartellvorwürfe gegen deutsche Autokonzerne / Opposition: »Kriminelle Energie«

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Zeit der Aufklärungsrufe im Abgasskandal: Nach den Kartellvorwürfen gegen deutsche Autohersteller hat der VW-Betriebsrat gefordert, sofort eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung zusammenzurufen. »Der Vorstand ist in der Pflicht, das Aufsichtsgremium umfassend zu informieren«, sagte ein Betriebsratssprecher. Laut einem »Spiegel«-Bericht sollen sich VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler bei geheimen Treffen über viele Jahre in einem Kartell gesetzeswidrig über wichtige Fragen von Technik, Kosten und Zulieferern abgestimmt haben. Dabei sei es auch um die Abgasreinigung gegangen.

Zuvor hatte auch Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) Aufklärung verlangt. Dem schloss sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an - im Freistaat sind Audi und BMW angesiedelt. Der ADAC verlangt Aufklärung, ob Autofahrern durch die Kartellabsprachen Nachteile entstanden sind. Die Grünen forderten die Regierung auf, noch im Juli den Bundestag in einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses über den aktuellen Stand zu unterrichten. Man wolle Klarheit über die möglichen »Machenschaften des Autokartells« bekommen, sagte der Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer. »Das Maß an krimineller Energie in der Branche wäre wirklich erschreckend.« Der LINKE-Experte und Ex-Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Abgasskandal, Herbert Behrens, kritisierte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der »trotz eindeutiger Hinweise auf Abschalteinrichtungen allen Herstellern die Absolution erteilt« habe. Das mache ihn zum Teil des Kartells.

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück griff das Partnerunternehmen Audi an, es habe »kranke« Motoren an Porsche geliefert: »Eigentlich muss der Audi-Aufsichtsrat die Vorstände freistellen.« nd/Agenturen Seite 9

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!