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Nach den Wolkenbrüchen nun der Dauerregen

Hohe Niederschlagsmengen lassen vor allem in der Prignitz die Flusspegel steigen - Badegewässer meist stabil

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 3 Min.

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Trotz nächtlichen Dauerregens war Brandenburg bis zum Dienstag von ernsthaften wetterbedingten Problemen verschont geblieben. Die Feuerwehrleitstelle in Potsdam meldete keine wetterbedingten Einsätze. Andernorts war von einzelnen zeitweiligen Straßensperrungen die Rede. Noch am Vorabend war in einer amtlichen Warnung für die Zeit bis Mittwochabend vor heftigem und ergiebigem Dauerregen gewarnt worden: Zwischen 60 und 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in 48 Stunden wurden prognostiziert.

»Es regnet dauerhaft, aber nicht schlagartig so viel wie zum Beispiel bei den vergangenen Unwettern«, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Deshalb seien die Auswirkungen bislang gering.

Der meiste Regen fiel nach Angaben des DWD im Gebiet zwischen Cottbus im Südosten über Berlin bis hin zur Prignitz im Nordwesten. Ab Mittwoch soll es von Westen her langsam freundlicher werden. Da es bis dahin weiterregnen soll, sei nicht auszuschließen, dass Bäche und kleinere Flüsse über die Ufer treten und auch Straßen unter Wasser stehen.

Seit Ende Juni ist in der Region außergewöhnlich viel Regen gefallen. Im Schlosspark Sanssouci in Potsdam ist dabei der Boden so durchweicht gewesen, dass vor drei Wochen eine 140 Jahre alte Eiche den Halt verloren hatte und umgefallen war. Erst am vergangenen Wochenende hatten schwere Sommergewitter zahlreiche Überschwemmungen ausgelöst und große Schäden angerichtet. Allerdings waren keine Menschen verletzt worden. Besonders schwer hatte es das nordöstliche Berliner Umland, die Landkreise Oberhavel und Barnim, sowie Ostbrandenburg getroffen. Der Wetterdienst hatte dort allein am Samstagnachmittag in kurzer Zeit Niederschlagsmengen von 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter registriert.

Der Sprecher des Umweltministeriums, Hans-Joachim Wersin, bestätigte, dass Wiesen und Äcker infolge der starken Niederschläge gesättigt seien. Auch stiegen vielerorts die Pegelstände der Flüsse. »Wir haben aber bisher noch nirgendwo in Brandenburg eine Hochwasserwarnstufe erreicht. Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass alle großen Flüsse noch Luft nach oben haben«, sagte Wersin dem »nd«. Man werde jedoch vor allem die kleineren Flüsse - Stepenitz, Schwarze Elster oder Dahme - gut im Auge behalten.

In der Prignitz teilte allerdings das Landratsamt mit, dass für Stepenitz, Dömnitz und Löcknitz das Überschreiten der Schwellwerte für die erste Alarmstufe erwartet werde.

Längerfristige Auswirkungen der heftigen Niederschläge auf Autobahnen und Straßen im Land erwartet der Landesbetrieb für Straßenwesen bisher nicht. Dort lagen am Dienstagvormittag auch keine aktuellen Meldungen über größere witterungsbedingte Straßensperrungen vor. Sprecherin Cornelia Mitschka verwies aber darauf, dass bereits seit dem 30. Juni die Autobahn A 14 bei Oranienburg (Oberhavel) infolge Böschungsrutschungen gesperrt sei.

Wenn auch das anhaltende Regenwetter den Ferienbeginn in der Region überschattet, so hat die Qualität der Badegewässer in der Mark darunter bislang kaum gelitten. Das zuständige Verbraucherschutzministerium in Potsdam ließ Ende voriger Woche auf Nachfrage wissen: »Allgemein lässt sich sagen, dass außer dem Landkreis Oberhavel, der kurzzeitig für das gesamte Kreisgebiet gewarnt hat, Warnungen nur für wenige Badegewässer in den Landkreisen Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, und für Brandenburg/Havel ausgesprochen worden sind. Ein Badeverbot wurde für kein Badegewässer erlassen.« Über Einzelwertüberschreitungen am Miersdorfer See in Zeuthen (Dahme-Spreewald) und am Beetzsee (Brandenburg/Havel) habe man die Bevölkerung informiert. Ansonsten gebe es an keiner Badestelle gesundheitliche Beanstandungen. »Die aktuelle mikrobiologische Badegewässerqualität ist mithin im Wesentlichen derzeit ausgezeichnet bis gut«, teilte ein Sprecher mit. In den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming warnten Hinweistafeln an den Badestellen am Motzener See vor zunehmender Algenentwicklung, im Barnim an den Badestellen des Grimnitzsees vor Zerkarien (Parasitenlarven) und Blaualgen. Mit dpa

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